DPP SystemsDIGITALE ABSCHLUSSSTRECKEN
LEGITIMATION & IDENTIFIKATION

Identität prüfen, ohne den Kunden zu verlieren

Wo Geldwäscherecht, Produkt oder Signaturstufe es verlangen, muss die Identität des Kunden vor dem Abschluss geprüft werden. In vielen Strecken ist genau das der Schritt mit den meisten Abbrüchen. Wir betten die Legitimation so ein, dass sie Teil des Ablaufs ist – und nicht der Moment, an dem Kunden aufgeben.

Wann eine Identitätsprüfung erforderlich ist

Nicht jede Abschlussstrecke braucht eine Legitimation. Sie ist vor allem dann erforderlich, wenn:

  • das Geldwäschegesetz für das Produkt eine Identifizierung des Vertragspartners vorsieht, etwa bei Kontoeröffnungen, Krediten oder bestimmten Versicherungsprodukten
  • eine qualifizierte elektronische Signatur eingesetzt wird, die eine geprüfte Identität voraussetzt
  • Ihr Risikomanagement eine Identitätsprüfung verlangt, etwa zur Betrugsprävention

Weil wir die Strecke vom Vertrag her planen, steht früh fest, ob und in welcher Form eine Legitimation nötig ist. Das vermeidet den teuren Fall, dass eine Strecke erst kurz vor dem Start um eine Identitätsprüfung ergänzt werden muss.

Anerkannte Verfahren

Für die digitale Identifizierung stehen mehrere Verfahren zur Verfügung. Welche für Ihr Produkt zulässig und geeignet sind, richtet sich nach den aufsichtsrechtlichen Vorgaben und Ihrer Risikobewertung:

  • Online-Ausweisfunktion (eID): Identifizierung mit dem Personalausweis und dem Smartphone, schnell und ohne Wartezeit
  • Video-Identifizierung: Prüfung durch geschulte Mitarbeiter eines Dienstleisters im Videogespräch
  • Identifizierung über eine qualifizierte Signatur: in Verbindung mit einem geprüften Zertifikat
  • Weitere Verfahren: etwa über ein bestehendes, bereits identifiziertes Bankkonto, sofern zulässig

Die Verfahren werden über spezialisierte Dienstleister angebunden, die Ihre Dienstleistersteuerung freigibt.

Einbettung ohne Medienbruch

Der Unterschied zwischen einer guten und einer schlechten Legitimation liegt selten im Verfahren, sondern in der Einbettung:

  1. Vorbereitung: Der Kunde erfährt früh, dass eine Identitätsprüfung folgt und was er dafür braucht.
  2. Auswahl: Wo mehrere Verfahren zulässig sind, wählt der Kunde das für ihn passende.
  3. Rückkehr: Nach der Prüfung kehrt der Kunde nahtlos an die richtige Stelle der Strecke zurück.
  4. Wiedereinstieg: Wer unterbricht, kann später fortsetzen, ohne erneut von vorn zu beginnen.
  5. Alternative: Wo die digitale Prüfung scheitert, bietet die Strecke einen Weg zum persönlichen Vertrieb.

Dokumentation der Identifizierung

Das Ergebnis der Identitätsprüfung wird mit dem Vertrag verknüpft und im Audit-Trail festgehalten: Verfahren, Zeitpunkt, Ergebnis und Referenz des Dienstleisters. Die Aufbewahrung richtet sich nach den geltenden Fristen; Ausweisdaten werden nur in dem Umfang verarbeitet, der für Identifizierung und Nachweis erforderlich ist.

Häufige Fragen

Welches Identifizierungsverfahren ist das beste?

Das hängt von Produkt, Zielgruppe und aufsichtsrechtlichen Vorgaben ab. Häufig ist es sinnvoll, mehrere zulässige Verfahren anzubieten und den Kunden wählen zu lassen.

Führen Sie die Identifizierung selbst durch?

Nein. Die Identifizierung erfolgt über spezialisierte, zugelassene Dienstleister. Wir binden sie in die Strecke ein und sorgen für Ablauf und Dokumentation.

Was passiert, wenn die digitale Identifizierung scheitert?

Die Strecke leitet den Kunden an einen alternativen Weg weiter, etwa ein anderes Verfahren oder den persönlichen Kontakt über Ihren Vertrieb.

Kontakt

Beschreiben Sie uns den Vertrag.

Wir zeigen Ihnen, wie die Strecke dorthin aussieht. Das erste Gespräch dient der Einordnung auf Entscheiderebene – vertraulich und ohne Verpflichtung.